Heinrich Heine Geburtshaus
Heinrich Heine wurde am 13. Dezember 1797 im Hintergebäude des Hauses Bolkerstraße 53, im Herzen der Düsseldorfer Altstadt, geboren. Eigentlich hieß der kleine Heine "Harry" - den Namen Heinrich bekam er erst bei seiner Taufe 1825. 1991 wurde das Haus zu einem Literaturtreff umgestaltet: Mit der Kneipe "Schnabelewopski" im Erdgeschoss sowie den Räumen des Literaturbüros NRW und der Heine-Gesellschaft.
Von den Stadtoberen Düsseldorfs war der freidenkende Heine nie sehr beliebt. Schon zu Lebzeiten Heines wiesen sie eine Statue, die von der österreichischen Kaiserin "Sissi" gestiftet wurde, ab. Das Denkmal steht nach eine Odysee nun in einem kleinen Park in der New Yorker Bronx. Auch in der neueren Zeit tat man sich schwer, Heinrich Heines Namen zu verwenden: Erst nach langen Auseinandersetzungen konnte auf Druck der Studierenden die Düsseldorfer Universität in Heinrich Heine Universität umbenannt werden. Heute heißt auch die wichtigste U-Bahn Haltestelle der Altstadt nach Heinrich Heine.
Aber zurück zum Heine Geburtshaus: Heine verbrachte seine Kindheit in den Gassen der Düsseldorfer Altstadt. Später beschrieb er sein Leben in Düsseldorf liebevoll in Werken wie "Buch Le Grand" und "Memoiren". Heine wird als ältester Sohn des jüdischen Textilkaufmanns Samson Heine und seiner Ehefrau Elisabeth, geb. van Geldern, geboren. Seine Familie ist nicht besonders reich - deshalb lebt man in der heruntergekommenen Düsseldorfer Altstadt im Hinterhof. Auch zu diesen Zeiten spürte Heine schon den bestehenden Antisemitismus gegen Juden in Deutschland. Den Besuch des Lyzeums im Franziskanerkloster an der Citadellstraße / Ecke Schulstraße brach er ohne Abschluss ab und ging auf die Handelsschule.
Zur Zeit wird das Geburtshaus von Heinrich Heine umgebaut. Zukünfitg gibt es im Vorderhaus dann kein Bier - oder keine heiße Schokolade mehr - ein Buchladen bekommt den Platz. Dafür gibt es in Heines Hinterhaus einen neuen Veranstaltungsraum für Literatur. Kostenpunkt des Umbaus: Rund 900.000 Euro. Die Eröffnung des neuen Literaturzentrums hat sich Düsseldorf mit dem 17. Februar 2006 ein historisches Datum herausgepickt: den 150.ten Todestag von Heinrich Heine.
Wer heute in Düsseldorf nach den Spuren von Heinrich Heines sucht, sollte neben dem Geburtshaus auch das Heinrich-Heine-Institut an der Bilker Straße 12-14 (im "Galerienviertel" der Düsseldorfer Altstadt) besuchen. Die dortige Dauerausstellung zeigt viele Originalhandschriften und zahlreiche authentische Dokumente.
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