Csikos
Zwei Tage vor Weihnachten im Jahr 1950 wurde der Cskos in Düsseldorf auf der Andreasstraße eröffnet. Otto und Trude Schuster, die "Gründer" vertrauten dabei auf eine astrologische Vorhersage: Die Sterne schienen günstig an diesem Tag. Mag man von Astrologie halten, was man will: Das Csikos ist eine Erfolgsgeschichte. Was als Jazz-Kneipe begann
In dem winzigen Lokal war es am Anfang bitterkalt. Mit Holzkohlen gefüllten Konservendosen unter den Tischen verbreiteteten ein bißchen Wärme. Aber wo es gut schmeckt und gemütlich ist, dahin kommen in Düsseldorf die Gäste. Die Nähe zum Kommödchen und die Athmopsphäre erleichterten die Entwicklung zum beliebten Künstlertreff. Zunächst kamen Kay und Lore Lorenz, andere wie Bruno Goller, Anatol, Hannes Loos, Hannes und Trude Esser, Kurt Sandweg, Peter Rübsam, Franz Witte, German Bacerra, Ursula Herking, Hanne Wieder, Elisabeth Flickenschildt, Gustav Gründgens, Stroux und Gert Fröbe folgten. Günther Grass spielte hier während der Zeit, als er "Die Blechtrommel" schrieb, Waschbrett mit seinen Jazz-Kollegen Horst Geldmacher und Günther Grotha.
Inzwischen wurde der Csikós vergrößert und umgebaut. Statt Jazz gibt es jetzt Zigeunermusik mit der hauseigenen, ungarischen Band. Das Haus wird inzwischen in der dritten Generation geführt und ist sicher eines der ersten in der Düsseldorfer Altstadt, das den Begriff "Erlebnissgastroomie" verdient. Warum der Csikós jedoch nach den legendären Pferdehirten der Puszta benannt wurde, ist bis heute nicht richtig nachvollziebar.
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